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Die Geschichte des Abenteuerspielplatzes PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 16. November 2008 um 12:41 Uhr

 

Anfang der 90er Jahre suchte der Gemeinderat einen geeigneten Platz für einen Spielplatz in Acholshausen. Durch die Stilllegung der Gaubahn und den Ankauf des Bahngeländes durch die Gemeinden ergab sich die Möglichkeit, längs des neu geschaffenen Fahrradweges, auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände einen Spielplatz zu errichten. Die Bruchsteinmauer der Verladerampe zeugt noch heute von der Bahngeschichte dieses Platzes.

 

Am 26.Oktober 1994 trafen sich die Eltern von Acholshausen mit dem Gemeinderat auf dem Gelände um die Möglichkeiten zu erörtern. Es sollte kein Spielplatz der herkömmlichen Art, Rutsche, Schaukel etc. werden. Ein Abenteuerspielplatz sollte, auf dem mit Rollierung und Schotter befestigten Platz entstehen. Es gehörte viel Phantasie und Vorstellungsgabe dazu, sich auf diesem öden Platz eine grüne Oase für Kinder vorzustellen. Das Ergebnis zeigte, dass alle Beteiligten genügend Phantasie hatten, um dieses Projekt erfolgreich zu verwirklichen.

 

Wer einen Spielplatz bauen möchte,  der von den Kindern mit Freude  angenommen wird, der muss andere  Wege beschreiten.

 

Welche Vorstellung haben Kinder von  ihrem Spielplatz?  Wie soll er aussehen und welche Spielmöglichkeiten soll er bieten?  

 

Mit der Einbeziehung der Kinder in der Vorbereitungsphase durch  Projekttage konnten alle Beteiligten sehr viel lernen.

             Bau des Sandkasten

 Bau des Sandkastens

 

Mitte 1995 setzten sich Eltern und Planer an einen Tisch, um den Bau des Abenteuerspielplatzes zu organisieren. Es entstand eine Arbeitsgemeinschaft ohne Satzung und Vorstand. Es war von Anfang an klar, dass die Gemeinde das Material und die Spielgeräte finanziert, die Errichtung des Spielplatzes sollte in Eigenleistung der Bürger erfolgen. Die Basiswerkstoffe für den Abenteuerspielplatz sollten in erster Linie Naturwerkstoffe sein. An vielen Samstagen rückten die Helfer mit Schaufel, Hacken und Frontlader an. Kubikmeter um Kubikmeter Boden wurde angeschüttet. Während die einen eine Bruchsteinmauer setzten, gestalteten die anderen die neu entstandenen Hügel und den Sandkasten. Noch vor dem Winter wurden Bäume und Sträucher gepflanzt.

 

 Bau des Wasserspielbereiches

 Bau des Wasserspielbereiches

Nach dem langen Winter war die erste Motivation im Frühjahr 1996 verflogen. Braune Hügel, fehlende Spielgeräte, ließen die Mannschaft schwinden. Im Mai 1996 wurden nochmals die Helfer mobilisiert und an einem Samstag wurde das Gelände mit Mutterboden befüllt und Gras eingesät. In den folgenden 6-8 Wochen wurde 3 mal in der Woche der komplette Platz von fünf Helfern gewässert. Nun konnten die Rutsche und der Freischwinger montiert werden.

 

Im Juli erstrahlte der Abenteuerspielplatz in einem leuchtendem Grün. Die lange Arbeit wurde belohnt. Bäume, Sträucher und Gras verwandelten den einstmals öden Platz in eine Spieloase. Viele Acholshäuser hatten mit ca. 1000 unentgeltlichen Arbeitsstunden diesen Erfolg begründet. Vor allem viele junge Mitbürger zeigten,  dass in einer Zeit der gesellschaftlichen Vereinsamung unsere Gemeinschaft noch funktioniert.

 

Wer pflegt  nun diesen Platz? Das  war  eine  der  entscheidenden  Fragen,   die für das Schicksal  des Abenteuerspielplatzes ausschlaggebend war. Auch hier musste eine kostengünstige  Lösung gefunden werden. Von Seiten der Gemeinde wurde angeregt, die zukünftigen Pflegearbeiten an die Arbeitsgemeinschaft zu übergeben.

 

Am 01.Juli 1999 wurde von sieben Gründungsmitgliedern das Gründungsprotokoll für die Arbeitsgemeinschaft Abenteuerspielplatz Acholshausen unterzeichnet. Das mit der Pflege und Instandhaltung des Platzes erwirtschaftete Geld kommt der AG zu Gute, die wiederum dieses Geld für die weitere Gestaltung und Erhaltung des Abenteuerspielplatzes verwendet.

 

Am 25.Mai 1997 wurde der Abenteuerspielplatz mit einem festlichen Programm eingeweiht. Durch den  Radweg kommen jährlich viele tausend Menschen, ob Jung ob Alt, auf unseren Abenteuerspielplatz. Damit  dies auch weiter so bleibt, bitten wir alle Gäste, den Platz im Sinne der Erbauer zu nutzen, damit unsere  Kinder noch lange Freude daran haben.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 24. Januar 2009 um 14:34 Uhr